Sri Sarbloh Granth

Sri Sarbloh Granth

Der Sri Sarbloh Granth ist der zweite Granth, der vom zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh verfasste wurde. Am Ende dieser Schrift bezeichnet Sri Guru Gobind Singh den Sri Sarbloh Granth auch als Sri Manglacharan Puran. Der Sri Sarbloh Granth beginnt mit der Maya Ustat, er beinhaltet sehr schöne Banis und erzählt eine grosse zusammenhängende Geschichte über den Kampf der Kräfte zwischen Gut und Böse. Die Dämonen, werden vertreten durch "Beerajnaad". Die göttliche Kraft wird durch den Avatar von Mahakaal, von "Sarbloh" dargestellt. Diese Analogie beschreibt das spirituelle Konzept von Bibek [dem Unterscheidungsvermögen und der göttlichen Weisheit] und Abibek [der spirituellen Ignoranz und den daraus folgenden negativen Verhalten und Handlungen].

In diesem Zusammenhang kann diese besonders in die Tiefe gehende Schrift nicht nur auf die äussere Schlacht zwischen "Sarbloh" und den "Dämonen" betrachtet werden, sondern sie symbolisiert zugleich die Schlacht gegen die inneren Feinde, die den Menschen davon abhalten, die Vereinigung mit Gott, Akaal Purakh/Waheguru, zu realisieren.

Der Sri Sarbloh Granth beinhaltet ebenfalls wichtige Informationen bezüglich der Stellung der Khalsa und den Verhaltenskodex (Code of Conduct). Der Sri Sarbloh Granth wurde von den Nihangs viele Jahre unter Verschluss gehalten.

Sri Sarbloh Granth

Die Nihangs verehren drei Heilige Granths - drei Heilige Schriften :
  • Siri Guru Granth Sahib:
    Im Siri Guru Granth Sahib ist der heilige, spirituelle Weg, die Vereinigung mit Akaal Purakh Waheguru beschrieben. Das Heilige Wort Gurus/Gottes ist in Form der Gurbani der Menschheit offenbart worden. Die zehn Satgurus sind die Verkörperung des Siri Guru Granth Sahib. Der Reine Shabad Guru, ist der Ewig-lebende Guru, der den Weg zur Überwindung der Maya und die Einheit mit Gott lehrt. Im Siri Guru Granth Sahib ist die Essenz von Frieden (Shaant Ras) manifestiert.
  • Sri Dasam Granth:
    Im Sri Dasam Granth wird der Krieger Geist (Bir Ras) von Rechtschaffenheit, Wahrheit, Mut und Stärke geboren und ist dort fest verankert.
  • Sri Sarbloh Granth:
    Im Sri Sarbloh Granth wird der Krieger Geist (Bir Ras) darüberhinaus im Kampf zwischen den Kräften von Gut gegen Böse in seinen spezifischen Qualitäten herausgebildet. Der "rechtschaffende Krieger" wird hier selbst zur Waffe Gottes mit einem Charakter wie aus Eisen, stark, unzerbrechlich, (da die Seele nie stirbt) und von unerschütterlicher Beständigkeit.

Obwohl es ausführliche Interpretationen über den Siri Guru Granth Sahib gibt und bis zu einem gewissen Grad auch über den Sri Dasam Granth, wird man nur wenig über den Sri Sarbloh Granth finden. Tatsächlich hat der Großteil der Sikhs noch nicht oder nur wenig von diese, Granth gehört. Der Siri Guru Granth Sahib und auch der Sri Dasam Granth, können in den Gurudwaras oder öffentlich gesehen werden, wohingegen der Sri Sarbloh Granth immer innerhalb der Nihang Gruppen als eine geheime Schrift verwahrt wurde.

Didar Singh Khjal und sein Lehrer, Baba Thakur Singh, verfassten ein autorisiertes Buch, welches von den handgeschriebenen Kopien des Sarbloh Guru Granth von Nihang Baba Gurbakhsh Singh handelt:

Baba Gurbakhsh Singh Ji like Baba Deep Singh Ji Shahid made hand written copies of Sikh scriptures and small liturgy booklets and sent them to appropriate places. His handwritten copy of Sri Sarbloh Granth Sahib is also mentioned before 1920 it was at the Gurdwara Shahid Ganj at the place of martyrdom of Baba Gurbakhsh Singh, but then during the Akali agitation [1920-1925] it was lost by the elder lady who served there.
(aus ‘Itihas Damdami Taksal Sankhep' - Seite 54).

Die Nihang Tradition besagt, dass der Siri Guru Granth Sahib, der Ewig-lebende Guru ist, die Verkörperung von 'Shaant Ras' (der Essenz von Frieden, die den heiligen Weg zur Vereinigung mit Waheguru - Gott beschreibt). Gurbani schenkt dem Geist Frieden, Klarheit und Zufriedenheit, wohingegen der Sri Dasam Granth als auch der Sri Sarbloh Granth die Verkörperungen von 'Bir Ras' - (Krieger Essenz) sind.

Der Unterschied zwischen dem Sri Dasam Granth und Sri Sarbloh Granth ist der, dass obwohl Bir Ras (Krieger Essenz) aus dem Sri Dasam Granth geboren wird, ist es der Sri Sarbloh Granth, der dem Krieger Geist des Individuums eine ewige, endgültige und vollständige Qualität verleiht.

Betrachtung der beiden Granths:

Sri Dasam Granth Chandi char jandi te uttar jandi hai
bedeutet: Der Geist des Krieges kommt und geht
Sri Sarbloh Granth Chandi sada chari rehendi hai
bedeutet: Man ist immer mit dem Geist des Kriegs gegen die Unwissenheit (Ignoranz, Unwahrheit, Unrecht) im Einsatz/berauscht.

Somit haben die Khalsa der Misl Zeit ihre grosse Kraft, Stärke und Fähigkeiten aus dem Siri Guru Granth Sahib, aus Naam, der Rezitation und Meditation des Gurmantras Waheguru, dem Nitnem (der täglichen Sikh Gebete), aus Ihrem vorbildlichen Rehat und Ihrem Krieger Geist aus dem Sri Dasam Granth und dem Sri Sarbloh Granth erhalten.

Die sogenannte "Anti Sri Dasam Granth und Anti Sri Sarbloh Granth - Lobby" ist es heute, die aus religiösen, ideologischen und politischen Motiven die Grundlagen der Sikh Religion angreifen, als auch diese beiden Granths der Khalsa/Nihangs infrage stellen. Die Anti Sikh Lobby versucht die Grundlagen der Sikh Religion zu verändern und gibt sie missinterpretierend und anzweifelnd im Kontext wieder, um somit zukünftige Generationen des Khalsa Panth und Nihang Panth zu schwächen, um den "Bir Ras, den Kampfes Geist der Khalsa/Nihangs zu entwaffnen". Der Sant-Sipahi erhält sein Bir Ras aus dem Sri Dasam Granth als auch aus dem Sri Sarbloh Granth. Die Sikh Religion ist seit ihrer Entstehung vielen Angriffen ausgesetzt gewesen. Dies sollte den Khalsa und den Nihang aber nur stärken, unbeirrt und fokussiert im Shraddha/Bhavana und Chardikala - im vollen Vertrauen in Guru und Gott zu verweilen und stets eine optimistische postive Grundeinstellung zu bewahren. Die Zukunft des Khalsa/Nihang Panth ist für alle kommenden Generationen durch Akaal Purakh/Waheguru gesichert und festgesetzt worden.

Der Sri Sarbloh Granth galt als die höchst geheimste und beschützte Schrift der Sikhs. Engländer wie Malcolm schafften es leicht, sich Birs des Siri Guru Granth Sahib zu besorgen und sie mit nach Calcutta zum Studium zu nehmen. Colebrooke schaffte es ebenfalls mit seinen 'trickreichen Händen' an den Sri Dasam Granth zu gelangen. Da der Sri Sarbloh Granth jedoch lange Zeit unter den Nihang Gruppen bewacht wurde, hörte weder ein Eindringling von seiner Existenz, noch konnte er den Granth den Nihangs entweden.

Auch die "Tat Khalsa Singh Sabhias", außer Bhai Singh Nabha, kamen nicht dazu, den Sri Sarbloh Granth im Detail zu kommentieren. Die Sprache des Sri Sarbloh Granth ist für Aussenstehende sehr schwierig zu verstehen, da die Schrift lange versteckt gehalten wurde. Wie es dazu kommen konnte, dass die Existenz lange Zeit verborgen blieb, ließ Gerüchte über die Entdeckung und Authentizität des Sri Sarbloh Granths entstehen. Einige Vertreter behaupteten, die Udasis hatten den Granth und gaben Ihn an den Buddha Dal. Widerum andere sagen, dass die Arbeit am Sri Sarbloh Granth von Guru Gobind Singh in seinem früheren Avtar als Dusht Daman entstanden sei, letzteres ist in historischen Überlieferungen und den Aussagen im Sri Dasam Granth in Übereinstimmung. Guru Gobind Singh hat den Sri Sarbloh Granth in Hazoor Sahib in Nanded, Maharashtra fertig gestellt. Die Bani wurde dort rezitiert - und Katha vom Sri Sarbloh Granth wurde gegeben. Der Sri Sarbloh Granth wurde dann später in den Punjab gebracht. Es gibt auch Zahlen, wann der erste Sri Sarbloh Granth Bir zusammengestellt wurde. Guru Gobind Singh hat bei der ersten Bani "Maya Ustat" das Datum festgehalten. Dies ist einer der Birs, wo es eine konkrete Zahl zu gibt.

Der Nihang Panth des Buddha Dal hat das meiste Wissen über den Sri Sarbloh Granth, da der Nihang Panth die Rechte an diesem Granth innehält. Man benötigt die Erlaubnis der Nihangs, bevor eine elektronische Online Version vorbereitet werden kann.

Ein Udasi, Harnam Das aus Kapurthala - vormals bekannt als Nihang Nurang Singh - hat im letzten Jahrhundert einen Versuch unternommen, den Sri Sarbloh Granth zu erforschen. Er hat eine Transliteration des Sri Sarbloh Granth vorbereitet, welche später vom Buddha Dal veröffentlicht wurde. Giani Partap Singh, selbst ein hochgebildeter und ausgezeichneter Gelehrter religiöser Sikh Schriften, schrieb, das Harnam Das' Arbeiten nicht ganz vollständig seien. Ursprünglich war diese Transliteration von Harnam Das in keinem Geschäft oder Bibliothek erhältlich und war nur vom Buddha Dal erhältich. Um eine Kopie zu erhalten, musste die Person eine schriftliche Anfrage stellen, in der begründet wurde, warum er/sie eine Kopie des Sri Sarbloh Granth verlangt. Der Brief wurde dann zum Jathedar der Nihangs gebracht. Sobald der Jathedar die Anfrage überprüfte und mit ihr zufrieden war, gab der Buddha Dal seine offizielle Genehmigung. Die Person musste dann nach Patiala, Punjab, reisen, wo die Buddha Dal Druckerei eine Kopie des Sri Sarbloh Granth zu Verfügung stellte.

In der idealen Buddha Dal Tradition werden diese unschätzbaren Granths und andere Sikh Schriften nicht verkauft. Im Jahr 2000 veröffentlichte dann der Buddha Dal aufgrund der überwältigenden öffentlichen Nachfrage den Sri Sarbloh Granth. Es begann der Verkauf in Buch-Geschäften im Punjab. Der Erlös wurde für weitere Druck Versionen investiert. In diesem modernen Zeitalter hat der Leiter der alten Shiromani Panth Akali Buddha Dal Panjvah Takht und der damalige Jathedar Baba Santa Singh der Sikh Tradition einen Dienst erwiesen, indem sie diesen Granth der Öffentlichkeit zu Verfügung stellten und ihm einen rechtmäßigen Platz gaben. Jathedar Baba Santa Singh war erfolgreich damit, den Granth in zwei Ausgaben und ebenfalls in einem kleineren Sampuran Granth (in Gutka Steek) zum Zwecke des Parkaash drucken zu lassen.

Historische Birs des Sri Sarbloh Granth
  • In Sri Hazoor Sahib Bunga Mai Bhago (Nanded Deccan): Dieser Bir ist im Besitz des Head Granthis. Wann immer dieser Bir vom Granthi ausgeliehen wird und zum Sri Sachkhand für Katha etc. gebracht wird, wird dem Sri Sarbloh Granth hoher Respekt gezollt.
  • In der Residenz von Sriman Bhai Nanu Singh (Nanded Deccan): Dieser Bir ist zur Zeit Prakash im Sriman Baba Mitt Singh Ji's Samaadh im Gurdwara Mata Sahib Devaan Ji.
  • Im Haus von Bhai Rajinder Singh (Matakhnooa, Distt. Behraayach, U.P.): Sein Geburtsdorf ist Vill. Kulla (Sri Amritsar).
  • In Damdamia (Sri Mukatsar): Dieser Bir ging verloren, als Bunga an Sant Gurmukh Singh Ji (Dera Baba Sham Singh Sevapanthi, Sri Amritsar) durch Pujari Kunda Singh übergeben wurde.
  • Im Dera Sriman Baba Dyaan Singh, Kattu (Distt. Nabha): Samatt 1755 Date Baisaakh Sudee 5 wurde am Anfang dieses Birs verankert.
  • In der Bibliothek von Sriman Bhai Kahn Singh: Dieser Bir beginnt auf Seite 335. Dieser Bir wurde ebenfalls nach Kattuth in den Gurdwara Sri Guru Tegh Bahadur Sahib Ji Patshahi 9 (Jind) gebracht.
  • In Bunga Madrassa Sriman Mahant Bhagat Singh (Damdama Sahib ): Dieser Bir wurde von Gyani Bishan Singh dem Gyani Khalsa College bereitgestellt, ist jedoch seitdem nicht mehr auffindbar, obwohl eine Entwurfskopie dieses Birs in der Sikh Reference Library, Sri Amritsar verfügbar ist.
  • Im Sri Guru Nanak Ashram, Chakaar (Kashmir): Dieser Bir ist während der Teilung Pakistans verloren gegangen.
  • Im Gurdwara Sri Nankana Sahib (Sangroor): Der Sri Sarbloh Granth wurde während der Management Zeit von Mahant Gyani Lal Singh gestohlen.
  • In der Govt. Library (Sangroor): Dieser Bir ist nun im Besitz des Direktors der Bibliothek S. Gandaa Singh, Historiker in Samaadhian Maharajgaan (Sangroor).
  • Im Gurdwara Deodi Sahib (Sangroor)
  • In Sri Anandpur Singh Shaheed Baagh (Ropar)
  • Im Gurdwara Ratauki (Sri Amritsar): Die Ausgabe ist identisch mit den Birs in Kattu.
  • In Sukhewaali Bagheechi (Patiala): Dieser Bir ist in der Senchi Form. Mahant Harnam Singh Nihang nahm ihn mit sich, als er versetzt wurde. Eine Kopie des Birs ist im Bunga Mai Bhago Ji, Sri Hazoor Sahib.
  • In Sri Baadhbela Tirath, Sakhar (Sindh): Seit 15 August 1947 entwendet und unauffindbar.
  • Bhai Sampooran Singh Nihang Singh (Shamir): Dieser Bir wurde in Lahore, Pakistan in 1947 zurückgelassen.
  • In Guru Ka Bagh, Sri Anandpur Sahib (2 Birs): Paaths, Fußnoten und Berichtigungen der Zahlen wurden vorgenommen, nachdem Darshan der oben erwähnten 20 Birs genommen wurde. Es ist möglich, dass noch weitere Birs des Sri Sarbloh Granth existieren, die noch nicht entdeckt worden sind.
  • In Shaheed Ganj Baba Gurbaksh Singh Ji (Sri Amritsar): Dieser Bir ging während der Akali Bewegung von 1920 von Pujaran Mayee verloren.
  • Ein Bir ist im Besitz der "Namdhari Sampardai".
  • Eine Ausgabe des Sri Sarbloh Granth ist immer noch in der Bibliothek von Dr. Bhai Vir Singh Ji.
  • Ein weiterer Bir des Sri Sarbloh befindet sich in Lakhan Poor, U.P.

Die folgenden kleinen Senchis waren für weitere Informationen hilfreich:

  • Es gab ein Kapitel, welches in Dera Sri Maharaj Singh (Sri Amritsar) während Mahant Raghubar Singh's Zeit verfügbar war.
  • Eineinhalb Kapitel waren ebenfalls im Besitz von Bhai Ram Singh Giani in Kulla (Dist. Patti)
  • Giani Hazoora Singh (Pragya-Chakchoo, Sangrur) hat einen Bir, der vier Kapitel beinhalte. Giani Hazoora Singh hat ebenfalls einen einzigartigen Bir des Aad Sri Guru Granth Sahib in seinem Besitz.
  • 78 Bir Seiten, die die Episode des Kriegs im Sri Sarbloh Granth beschreiben, können in der Public Library, Lahore, Pakistan eingesehen werden.
  • Ein weiterer Bir ist in Saikha (Dist. Nabha), welcher aus vier Kapiteln besteht.
  • Kopien von handgeschriebenen oder gedruckten Ausgaben der Beschreibungen des Khalsa Prakash innerhalb des Sri Sarbloh Granth Sahib sind in privatem Besitz und wurde zu Sichtung freigegeben.
Anmerkung zu Sarbloh

Die Khalsa und die Nihangs tragen einen Armreifen - Kara aus Eisen (Sarbloh). Der Charakter eines Sikhs sollte, wie aus Eisen (Sarbloh) sein, stark, unzerbrechlich, unverbiegbar und von Beständigkeit gekennzeichnet sein. Der Kara ist eine konstante Erinnerung daran, daß alles, was eine Person mit ihrer Hand tut im Einklang mit der Lehre des Gurus/Gottes stehen sollte. Der Kara stellt die Endlosigkeit Gottes dar, er ist ein Symbol für die ständige Bindung an Gott und an die Gemeinschaft, indem man ein Glied in der Kette des Khalsa/Nihang Panth ist (das Wort für Glied ist Kari). Sarbloh hat eine besonders wichtige Stellung in der Sikh Tradition. Eine Sarbloh Schüssel (Batta) aus reinem Eisen wird bei der Khande di Pahul, der Taufzeremonie in den Khalsa Panth für die Herstellung des Taufwassers benutzt, der Zucker wird mit dem Khanda, dem zweischneidigen Schwert, welches ebenfalls aus Sarbloh besteht, zerkleinert. Guru Gobind Singh, der zehnte Sikh Guru, bezeichnet Gott (Akaal Purakh/Waheguru) in seinem Bani "Akaal Ustat" im Sri Dasam Granth als Sarbloh :

ਅਕਾਲ ਪੁਰਖ ਕੀ ਰਛਾ ਹਮਨੈ ॥ ਸਰਬ ਲੋਹ ਕੀ ਰਛਿਆ ਹਮਨੈ ॥ ਸਰਬ ਕਾਲ ਜੀ ਦੀ ਰਛਿਆ ਹਮਨੈ ॥ ਸਰਬ ਲੋਹ ਜੀ ਦੀ ਸਦਾ ਰਛਿਆ ਹਮਨੈ ॥ ਆਗੈ ਲਿ ਲਿਖਾਰੀ ਕੇ ਦਸਤਖਤ ॥ "Akaal Purakh (The Timeless Lord) is my Protector. The Pure-Iron Lord is my Protector. The All-Destroying Lord is my Protector. The Pure-Iron Lord is ever my Protector." (Guru Gobind Singh, Sri Dasam Granth, p. 33)

Bhai Daya Singh’s Rehat Nama (Verhaltenskodex) schreibt über die Gursikh Tradition, dass die Mahlzeiten in Sarbloh Kochtöpfen/Pfannen gekocht und aus Sarbloh Geschirr gegessen werden sollte. Diese Gursikh Tradition wird bis heute von Damdami Taksal, allen Nihang Panths und von Teilen der AKJ (Akhand Kirtani Jatha) und vielen Gurudwaras weltweit, praktiziert. Das Essen für Gursikhs, sollte möglichst von getauften Amritdharis hergestellt und gekocht werden, die während dessen das "Gurmantra Waheguru" rezitieren.

ਪਾਤ੍ਰ ਸਰਬ ਸੁ ਲੋਹ ਕੇ, ਭੁਗਤੇ ਅਸਨ ਸੁਆਦਿ ਲੱਕੜੀ ਕੋ ਭੋਜਨ ਭਖੇ, ਨੀਲ ਬਸਤ੍ਰ ਮਿਰਜਾਦ…ਲੋਹ ਪਾਤ੍ਰ ਮੈਂ ਛਕੈ… (ਭਾਈ ਦਯਾ ਸਿੰਘ ਜੀ ਰਹਿਤਨਾਮਾ, ਪੰਨਾ 75 – ‘ਰਹਿਤਨਾਮੇ’, ਸੰਪਾਦਕ ਪਿਆਰਾ ਸਿੰਘ ਪਦਮ)
“Using utensils of Sarbloh, one eats tasty food...One should eat in Sarbloh utensils” (Rehatnama Bhai Daya Singh Ji – Piara Singh Padam, p. 75)

Das Essen, welches in Sarbloh gekocht und aus Sarbloh gegessen wird, fügt dem Körper zusätzliche Mineralien und Eisen hinzu. Historische Gursikhs, die diesem Rehat Maryada strikt folgten, wurden beschrieben, Körper hart wie Eisen zu haben. Aus Sarbloh zu essen und zu trinken, erinnert den Gursikh beständig an seine Wiedergeburt in den Khalsa Panth/Nihang Panth.