1746 - Chota Ghallughara (ਛੋਟਾ ਘੱਲੂਘਾਰਾ)

Der erste Ghallughara (Völkermord/Holocaust) an den Sikhs ereignete sich während der letzten Jahre des Mogulreiches (1746) mit signifikanten Ausmaßen. Dieses Massaker ist auch als Chota Ghallughara (chota bedeutet klein), bekannt. Laut Schätzungen starben 7000 Sikhs während des Chota Ghallugara, 3000 wurden gefangen genommen und schließlich enthauptet. Die Muslime ordneten die Zerstörung der Sikh Gebetsstätten und die Verbrennung der Heiligen Schrift, dem Siri Guru Granth Sahib - dem ewig lebenden Guru an. Weiterhin wurde verordnet, daß das Ausprechen des Wortes Guru mit dem Tode zu bestrafen sei. Sogar die Benutzung des Punjabi Wortes für Zucker (Gur), welches zur Verwechslung mit Guru führen konnte, wurde mit der Todesstrafe bestraft.

Der Chota Ghalluhara unterscheidet sich von dem Waddaa Ghallughara (waddaa bedeutet groß), dem zweiten Sikh Holocaust (1762) und den jüngsten Gräueltaten der 1980er und 90er Jahre, die ebenfalls als Ghallughara betrachtet werden.